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Mehr als 130 Jahre Erfahrung

Am 15. Mai 1876 nahmen die beiden Gründer der O&K Orenstein & Koppel AG, Benno Orenstein und Arthur Koppel, in Berlin den Handel mit Hütten- und Bergwerksprodukten auf. Die Geschichte des Unternehmens begann mit einer revolutionären Idee für den Transport von Erd- und Gesteinsmassen. Die Feldbahnloren mit einer geringeren Spurweite als herkömmliche Eisenbahnen erwiesen sich als günstigere und schnellere Möglichkeit, Bergbaumaterialien zu transportieren.

Ende der 1890er Jahre wurde das Angebot um Dampflokomotiven, Reise- und Güterwaggons erweitert. O&K lieferte Schienenfahrzeuge und Eisenbahnausrüstungen an zahlreiche Länder.

Um die Jahrhundertwende ergänzte man das bisherige Fertigungssortiment erneut um den Bau von Eimerkettenbaggern. 1908 entwickelte O&K den ersten Löffelbagger:

Waren diese Geräte zunächst noch schienengebunden, so verließ bereits 1922 der erste dampfgetriebene Löffelbagger die O&K-Fertigung auf einem Raupenfahrwerk. Ab 1926 wurde die Dampfmaschine durch Dieselmotoren ersetzt. 1934 entstand der erste Schaufelradbagger.

Nach 1949 verlagerte das Unternehmen seinen Schwerpunkt auf die Fertigung von Baumaschinen aller Art, insbesondere von Baggern. Im Jahr 1955, nach dem Erwerb der Firma Normag-Zorge, ließ sich O&K in Hattingen nieder.

Insgesamt wurden in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts rund 78.000 O&K-Bagger aller Arten und Größen produziert, darunter allein 57.000 Hydraulikbagger seit 1961. Zur Auslieferung kamen weiterhin insgesamt 35.000 Radlader, 17.500 Gabelstapler, 27.500 Grader, Autoschütter und Muldenkipper. Im selben Zeitraum fertigte O&K rund 10.000 Güterwaggons, 1.100 U-Bahn- und S-Bahnwagen, 900 Omnibusse und 1.800 Diesellokomotiven. Außerdem kamen von O&K rund 900 Tagebaugeräte zum Einsatz. Zu guter Letzt fertigte und lieferte O&K 30.000 Rolltreppen und Rollsteige.

1992 wurde nach dem Zusammenschluss des damaligen Großaktionärs Hoesch AG mit der Fried. Krupp AG der Bereich Anlagen und Systeme bei O&K ausgegliedert und in den entsprechenden Geschäftsbereich des neuen Großaktionärs Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp zur Krupp Fördertechnik GmbH eingegliedert. Ende 1995 veräußerte die O&K AG ihre Beteiligung an der O&K Rolltreppen GmbH über Krupp an den finnischen Aufzughersteller Kone. Ende 1997 veräußerte O&K die O&K Mining GmbH mit ihren Tochtergesellschaften an Terex Mining Equipment Incorporated.

Anfang 1999 wurde die mehrheitlich zum Fiat-Konzern gehörende New-Holland-Gruppe neuer Hauptaktionär, die sich Ende 1999 mit Case zu CNH Global N.V. zusammenschloss. 2000 wurde die O&K Antriebstechnik mit Sitz in Hattingen von der italienischen Carraro-Group übernommen. Im Januar 2016 kam O&K Antriebstechnik unter die Führung der Bonfiglioli Group, die 55 % der Firmenanteile erwarb.

Kompetenzzentrum

Ein innovativer, effizienter Problemlösungsansatz hat bei O&K Antriebstechnik höchste Priorität.

Dank fortschrittlicher 3D-CAD- und CAE-Systeme können wir Kunden mit speziellen Wünschen oder Anforderungen individuelle Lösungen für ihr Produkt anbieten.

Rechnergestützte Simulationen wie auf der Finite-Elemente-Methode basierende Zahnkontaktanalysen und Stabilitätsberechnungen gehören zur standardmäßigen Vorgehensweise. Effiziente technische Untersuchungen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Produkts sind ebenfalls eine Selbstverständlichkeit und wesentlicher Bestandteil des Produktoptimierungsprozesses.

Das beste Beispiel für unsere innovativen Lösungen, Fertigungskapazitäten und technische Kompetenz ist der Fahrantrieb 2200, der im weltweit größten Hydraulikbagger mit 1000 t Hubleistung eingesetzt wird. Das vierstufige Planetengetriebe mit einem Abtriebsmoment von 2,2 Mio. Nm und einem Gewicht von 12 t wurde in nur 11 Monaten bis zur Serienreife entwickelt.

Die hohe Kompetenz in den Bereichen F&E, Fertigung und Qualitätssicherung auf dem Gebiet der Planetengetriebe wird weltweit von allen Produktionsstandorten der Bonfiglioli Gruppe genutzt.

Qualität

Die O&K Antriebstechnik GmbH ist nach der internationalen Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2008 zertifiziert.

Unsere Produkte erfüllen strengste Anforderungen. Unsere Qualitätsplanung beruht auf dem Prinzip der Vorbeugung, wobei das Null-Fehler-Prinzip in unserer Produktion Standard ist. Geringe Qualitätskosten führen zu geringen Ausgaben für Konformitätsmängel.

Während des gesamten Fertigungsprozesses werden alle Teile ständig überwacht. Bereits der Wareneingang wird mit CAQ (Computer Aided Quality)-Software kontrolliert und überwacht, um die Einhaltung der statistischen Kriterien zu gewährleisten. Mit Hilfe zweier koordinierter Zeiss-Messmaschinen werden auch die größten und schwersten Komponenten für alle Planetengetriebe kontrolliert. Dank einer Messpräzision, die im Mikrometerbereich liegt, und moderner Software können diese Maschinen die Verzahnungsgeometrie auf einem Drehteller oder auf einem Messtisch überprüfen.

Unsere Labors sind mit Maschinen zur Überprüfung des Poliervorgangs und Bestimmung der Mikrohärte ausgestattet. Ferner gibt es ein Materialanalysegerät sowie verschiedene weitere Härteprüfmaschinen, um Vergleiche mit den herstellerseitigen Standards wie Vickers, Rockwell und Brinell durchzuführen.

Während des Herstellungsprozesses werden verschiedene Tests durchgeführt, die einem Prüfplan für alle Fertigungsmaschinen folgen und mit statistischen Prozesskontrollen kombiniert sind. Konstante Dichtheits- und Funktionsprüfungen während der Komponentenmontage runden den Überwachungsprozess ab.

Eine dokumentierte Endabnahme aller Komponenten garantiert, dass wir nicht nur unseren eigenen hohen Ansprüchen gerecht werden, sondern auch einen beispielhaft hohen Qualitätsstandard setzen.